Hörblog: Schlaflos | Gedankenflut

Wir leben in einer Zeit, bei der die Generation Y mit strengen Schlafzeiten aufgewachsen ist und das, obwohl diese Generation die Generation der technischen Innovation & Automatisierung seit einem guten Jahrhundert ist.
Mit dem neuen Standard der Moderne zogen die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung in der im Trott des Schulalltags gefangenen Kinder mit. Darunter zählt meine Generation und alle nachkommenden Generationen ebenso.
Verständlicher ausgedrückt: Die Jugendlichen, die vor dem Jahr 2000 in die Sekundarstufen kamen, haben sich weniger mit der Materie PC-Technik auseinander gesetzt, als die Jugendlichen zum selben Zeitpunkt nur 5-10 Jahre später. Obwohl die Zahlen der „Internetsüchtigen“ unter Jugendlichen rückläufig sind, denke ich eher daran, dass der Begriff „Internetsucht“ vollkommen übertrieben ist.
Das Internet ist ein Kommunikationsmittel, welches die Welt innerhalb von 30 Jahren der Weiterentwicklung komplett beherrscht. Dabei beherrscht nicht der Mensch das Internet, sondern das Internet uns Menschen.

Mit dem Massenaufkommen dieser schnellen Alternative neben Printmedien, Telekommunikation und dem Fernsehen kamen gerade die älteren Generationen (schätzbar alle, die ihr Studium bzw. ihre Ausbildung vor 1990 abgeschlossen hatten) nicht besonders gut klar und somit auch nicht mit dem Wandel der bis dato typischen Jugend.

Worauf will ich hinaus? Ist die Gedankenflut ein Teil der Jugend seit der Millennium-Agenda? Sollte dies überhaupt so sein?
Nein.
Ich sehe dort die Fehler bei den Eltern – die Fehler bei der Erziehung mit der neuen Situation „Internet“, welche komplett offen diskutiert werden können, genauso wie die „Rebellphase“ der Generation davor. Auch wenn das Rauchen & der Durst nach Informationsflut definitiv zwei verschiedene Themen sind und einen anderen Umgang erfordern. Aber wir kommen vom Thema ab bzw. waren wir noch nicht mal im Ansatz bei der eigentlichen Aussage. Und das Aufkommen und die Erziehung mit dem Thema Internet ist auch nur ein kleiner Teil der vielen möglichen Ursachen von Schlafproblemen in der Jugend und darüber hinaus.

Fakt ist: Die von Schlafproblemen betroffenen Jugendlichen beginnen oft ab oder in Mitten der Pubertät ihre Tiefsinnigkeit. Ich möchte euch nun erklären, wie ihr mit einer zusammenhängenden Gedankenflut, die euch vom Schlaf abhält, umgehen könnt.

Die Lösung ist einfach und unkompliziert: Schreibt eure Gedanken auf.
Und zwar richtiges Schreiben. Nicht auf dem Smartphone oder auf dem PC.
Mit Stift auf Papier brennen sich Gedanken sehr viel intensiver ein und geben sich umso intensiver wieder. Das hat den Grund, da hinter eurer Schrift ein eindeutiges Muster zu erkennen ist und eine Tastatur diese Instanz vorwegnimmt. Außerdem stimuliert es eure Nervenbahnen, strengt sie an und ihr entspannt leichter. Umso detaillierter der Gedanke ausgearbeitet wird, desto eher werdet ihr schlafen können.
Ich habe mittlerweile drei DIN A5-Blöcke griffbereit, sollte ich nicht schlafen können und komme dann meistens zumindest auf den Schlaf-Durchschnitt von ca. 5,75 Stunden täglich (Wochenende ausgenommen, da hole ich den Schlaf meistens nach).

Im Zuge des Alterns veränderte jede Person, die ich kenne, den Umgang mit Schlafproblemen aufgrund „Gedankenfluten“. Viele verstummten. Aber mindestens genauso viele sind immer noch aktiv.

Jede Person muss ihren Weg finden, um damit umzugehen. Umso älter man wird, desto einfacher wird es, da die Eltern nicht immer eure Abendplanung vorgeben. Auch ihr, die manchmal gerne Introvertierten, gebt irgendwann eure Richtung vor. In meinen Augen hat das nur Vorteile. Auch wenn man sich schon versucht, früh zu entfalten, Pläne sind Pläne und Pläne können reifen.
Oder wie Philosophiestudenten nun sagen würden:
Der Reifeprozess erzeugt einen Plan zur Reife des Prozesses, welcher reifen soll, damit sich die zu heranreifende Person selbstständig plant, um Werte aus der Reifezeit in späteren Lebenszyklen vermitteln zu können.

Nicht ganz verständlich? Das macht nichts, denn wir alle müssen auf eigene Faust lernen, wie wir welche Werte vermitteln möchten. Das bedarf eigentlich keine allumfassende Erklärung.

Vielleicht wird es andauern bis ihr und eure Nächsten um euch, euch explizit verstehen. Vielleicht auch nie und das ist auch nicht weiter schlimm (sofern man in den Themen an sich keine roten Linien überschreitet).

Eine Bitte zum Ende hierbei an euch: Verliert euch nicht selber und lasst euch nicht verlieren.

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