Neuwahlen?

Kurz vor Mitternacht erklärt FDP-Chef Christian Lindner:
„Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“

Ich nehme gerne auch sarkastisch an einer (verlorenen) Diskussion teil und äußerte mich bereits.

Dennoch hätte ich ein Jamaika-Bündnis interessant gefunden. Noch am Tag der Wahl erkundigte ich mich, wie man „taktisch“ wählt. Ich gehörte wohl zuletzt zu den 45%, die diese Koalition bejaht hätten. Kommt es zu Neuwahlen, so werde ich meine Stimme nicht ändern. Auch wenn sich die Partei, welche ich wählte, in den Sondierungsgesprächen so verhielt, als wollte man sich den anderen Parteien anbiedern, so hat sie diese Koalition zumindest nicht ausgeschlossen.

Ich werde vermutlich nicht der Einzige sein, der vorhat, seine Stimme nicht zu ändern. Mich besorgt im Bezug auf politische Ereignisse immer die Berichterstattung. Interpretationsfreiräume lassen Platz für Sicherheitslücken. Das bemängelte ich bereits in meinem letzten Beitrag. Dennoch obliegt es nicht mir, Schuldige zu benennen. Die Welt der Politik ist sehr vielseitig, kompliziert und zutiefst bürokratisch. Und die meisten verstehen vermutlich nicht einmal die Rolle des Staates, gerade auf außenpolitischer Ebene, in dem sie leben.

Ich bin es satt gegen eine Wand zu reden, weil sie nicht verstehen möchte, dass es niemandem etwas bringt, demokratisch eine anti-demokratische Partei, schließlich eine Regierung zu wählen. Neuwahlen bilden die Gefahr, dass extremistische Gruppierungen sich diese Zeit zu Nutze machen. Und wenn ich in einem Land leben will, welches die Grundwerte einer Demokratie missachtet, tatsächliche Propaganda sendet, nur Desinformationen wiedergibt und den „Whataboutismus“ pflegt, dann kann ich mich gleich in die Vereinigten Staaten, Polen, die Ukraine, China oder Russland absetzen.

Auf politischer Ebene ist diese Zeit spannend. Für den Durchschnitt ätzend. Jetzt benötigt es gute Verhandlungsführer, auch für die allgemeine Basis einer Regierung, welche nicht nur die Interessen der eigenen Bürger vertreten kann, sondern auch vorausschauend handelt. Streitpunkte gab es zuletzt mehr als genug. Ich appelliere an den Humanismus.


„Neuwahlen“, 332 Wörter, geschrieben von: Haitubla (Lukas Arndt). Korrektur: Laura (uNickiTV).

Einzelnachweise:
https://haitubla.wordpress.com/2017/11/12/tech-technische-innovation/
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/jamaika-scheitern-sondierungen-fdp-lindner-cdu-gruene
http://www.zeit.de/politik/2017-11/fdp-bricht-jamaika-sondierung-ab
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/christian-lindner-sondierung-jamaika-abbruch-fdp
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/sondierungsgespraeche-jamaika-koalition-angela-merkel-live

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